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Einleitung Minimize

Maria Costello - TT's Fastest Ever Female (2004) und Fastest Woman Ever at Manx Grand Prix (2003), also kurz gesagt: eine in höchstem Maße konkurrenzfähige Isle of Man Expertin, die sich allerdings auf herkömmlichen Racetracks auch nicht lumpen lässt. Im Guinness Buch der Rekorde steht sie mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 114,73 mph (184,6 km/h), die sie in einer Runde (ohne fliegenden Start) bei der TT 2004 in der Production 1000 Klasse auf einer Suzuki GSX-R 750 K2 erzielen konnte. Seit dem Beginn ihrer Rennkarriere ist Maria Costello außerdem als freischaffende Motorrad-Journalistin tätig, was ihr beinahe soviel Befriedigung verschafft, wie die Rennen. Nicht verpassen: die vielen Fotoalben auf ihre Homepage und die Race Highlights und das Race Diary und und und...

Dieses Portrait wurde im Oktober 2004 verfasst und im Frühjahr 2007 zuletzt aktualisiert.

Maria Costello - TT's Fastest Ever Female (2004) und Fastest Woman Ever at Manx Grand Prix (2003), also kurz gesagt: eine in höchstem Maße konkurrenzfähige Isle of Man Expertin, die sich allerdings auf herkömmlichen Racetracks auch nicht lumpen lässt. Im Guinness Buch der Rekorde steht sie mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 114,73 mph (184,6 km/h), die sie in einer Runde (ohne fliegenden Start) bei der TT 2004 in der Production 1000 Klasse auf einer Suzuki GSX-R 750 K2 erzielen konnte. Seit dem Beginn ihrer Rennkarriere ist Maria Costello außerdem als freischaffende Motorrad-Journalistin tätig, was ihr beinahe soviel Befriedigung verschafft, wie die Rennen. Nicht verpassen: die vielen Fotoalben auf ihre Homepage und die Race Highlights und das Race Diary und und und...

Dieses Portrait wurde im Oktober 2004 verfasst und im Frühjahr 2007 zuletzt aktualisiert.

  

Maria Costello Minimize

1995 bestritt Maria Costello auf einer RGV250 ihre erste Rennsaison und wurde im zehnten novice race in Mallory Park prompt Erste. Die EMRA (Eastern Motor Racing Association) verlieh ihr daraufhin den Best Lady Award.

1996 stieß sie zum komplett weiblichen George Pilkington Race Team und gab ihr Debut auf der Isle of Man: Manx GP. Dabei wurde sie mit ihrer Honda CBR 600 ausgezeichnete Zehnte im Senior Newcomers Race. Im darauf folgenden Jahr startete sie wieder beim Manx GP und verbrachte die restliche Saison im Honda CB 500 Ladies Cup.

1998 wiederum gewann sie auf einer CJ Ball Honda die Gesamtwertung des Ladies Cup und lieferte beim Manx Grand Prix eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 107,47 mph (ganz knapp 173 km/h), womit die Jagd auf Rekorde wohl eröffnet war: sie erklomm damit die Spitze der drei absolut schnellsten Ladies auf dieser Traditionsstrecke.

1999 wagte sie in den Honda-Rennklassen den Aufstieg in den Hornet Cup und gab auf einer CBR 900 schließlich ihr Debut bei der Isle of Man TT (Klasse Production 1000). Dieses Vorhaben war nicht gerade vom Glück begünstigt, wurde sie bei Bray Hill doch von einem Konkurrenten geschnitten und zu Sturz gebracht. Das war nach eigenen Aussagen einer ihrer schlimmsten Stürze und resultierte in mehreren Knochenbrüchen und anderen Verletzungen.

Im Jahr 2000 griff sie mit der Fireblade an einer ganz anderen Front an, nämlich in der Britischen Superstock Meisterschaft, und verwirklichte damit einen weiteren ihrer Träume. Doch auch diesmal blieb Fortuna etwas schuldig, und die Saison war nach einem Sturz in Silverstone (der zweite in ihrer Liste von worst crashes) für Maria Costello beendet.

Nach den zahlreichen Brüchen um etwas Metall bereichert, widmete sie sich 2001 teilweise der Superstock EM (Oschersleben mit einer Yamaha R1 und Imola mit einer CBR 900) und als Ersatzfahrerin des Thunderbike Endurance Teams (Suzuki GSX-R 1000) einem Rennen der Langstrecken Weltmeisterschaft. Es sollte spätestens jetzt auffallen, dass die Dame keinerlei Berührungsängste mit neuem Material und neuen Herausforderungen hat.

2002 schließlich der wahre Paukenschlag: Maria Costello ist höchstoffiziell absolut schnellste Lady beim Manx GP. Die Runde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110,25 mph (177,39 km/h) machte sie zugleich zur zweitschnellsten Frau, die jemals auf der IoM unterwegs war. Für das Rekordergebnis erhielt sie die Lesley Ann Trophy. In die traditionelle IoM TT kehrte sie nach dem Horrorsturz von 1999 ebenfalls zurück: Sie startete in den Klassen Production 1000 und Production 600 jeweils mit einer Honda CBR. Daneben bestritt sie einige Rennen der EMRA und wurde am Ende der Saison mit der Ann Tubby Trophy - Outstanding Achievement Award ausgezeichnet.

2003 war ein weiteres Jahr voller Höhepunkte. Beim Manx GP ging sie mit einer Honda CBR 600 RR an den Start und verbesserte die Bestzeit vom vorangegangenen Jahr. Mit 113,52 mph (182,65 km/h) fixierte sie einen neuen Rekord für Ladies und verfehlte die absolute Bestzeit von Frauen auf der TT nur um elf Sekunden. ...die Lockrufe des Guinness Buchs wurden wohl von Mal zu Mal stärker. In der Gesamtwertung des Senior Race wurde sie übrigens 15te, was ihr eine sog. silver replica einbrachte. Die Erinnerungen an die TT dieses Jahrs indes fallen nicht besonders glücklich aus. David Jefferies, Maria Costellos TT Mentor und ein guter Freund, starb, und das 600er Production Rennen musste aufgrund des Nebels zunächst verschoben und dann verkürzt werden. Beim Fred Beecroft Memorial Race ging sie im Supersport 600 Rennen an den Start (Suzuki GSX-R 600) und konnte sich dort mit dem britischen Supersport Meister Karl Harris matchen. Das war in diesem Jahr allerdings ihr einziger Start auf einer herkömmlichen Rennstrecke.

2004 war der Run auf den absoluten Lady-Streckenrekord auf der IoM schließlich von Erfolg gekrönt und Maria Costello trug sich mit dieser Leistung ins Guinness Buch der Rekorde ein. Der Erfolg konnte weder vom folgenden technischen Defekt, der eine Beendung des Rennens unmöglich machte, dauerhaft getrübt werden, noch von der Erkenntnis, dass sie mit einem gebrochenen Schlüsselbein unterwegs war, das sie bereits für geheilt gehalten hatte. Im Production 600 Rennen war sie mit einer Honda CBR 600 RR unterwegs und wurde 39ste. Am Manx GP hat sie auch wieder teilgenommen und wurde im Senior Race nur von sieben Männern geschlagen (mehr als 80 waren am Start). Dabei war ihr übrigens bewusst, dass das Schlüsselbein gebrochen ist. ;-)

2005 setzte Maria Costello eine neue Bestmarke, wieder auf der IoM. Beim Manx GP wurde sie auf einer Honda RVF 400 Gesamtdritte der Ultra Leightweight Klasse und kann somit von sich behaupten, die erste Lady mit einem Podiumsrang bei der Tourist Trophy oder dem Manx GP zu sein. Außerdem debütierte sie in diesem Jahr bei der irischen NortWest 200 (im Mai 2006 übrigens Foto des Monats auf Ladyrace.Net). Auch hier fuhr sie die 400er Honda (Gesamtsiebte des 125cc/400cc Rennens) bzw. in zwei 600er Rennen ihre Honda CBR 600 RR.

2006 tat sich Maria Costello u.a. mit der schnellen Französin Fabienne Migout zusammen, um in Le Mans mit einer GSX-R 1000 zum 24h-Rennen anzutreten. Leider brach sie sich im Training erneut das Schlüsselbein. Außerdem doubelte sie Reese Witherspoon in den "Motorrad"-Szenen des Films Penelope. Die 600er Honda war in diesem Jahr für die Rennstrecken abgestellt, die 400er für die Straßenrennen. Die NorthWest 200 musste verletzungsbedingt leider ausfallen, dafür ging es im Juli auf die Southern 100. Für den Manx GP setzte Maria Costello in diesem Jahr das Ziel, eine Klasse zu gewinnen. Leider verletzte sie sich schwer, was eine langwierige Reha-Zeit nach sich zog.

Nachdem Maria Costello sich 2005 in Tim Bradleys Honda RVF 400 verliebt hatte - "Racing 400’s is great I wish I’d done it years ago" -, erfüllte sich 2007 der Wunsch, selber eine zu besitzen. Daneben steht ihr nach wie vor ihre CBR 600 RR zur Verfügung, mit der sie z.B. ihre Bestzeit (5'12.691) auf dem NorthWest Triangle verbessern will.

1995 bestritt Maria Costello auf einer RGV250 ihre erste Rennsaison und wurde im zehnten novice race in Mallory Park prompt Erste. Die EMRA (Eastern Motor Racing Association) verlieh ihr daraufhin den Best Lady Award.

1996 stieß sie zum komplett weiblichen George Pilkington Race Team und gab ihr Debut auf der Isle of Man: Manx GP. Dabei wurde sie mit ihrer Honda CBR 600 ausgezeichnete Zehnte im Senior Newcomers Race. Im darauf folgenden Jahr startete sie wieder beim Manx GP und verbrachte die restliche Saison im Honda CB 500 Ladies Cup.

1998 wiederum gewann sie auf einer CJ Ball Honda die Gesamtwertung des Ladies Cup und lieferte beim Manx Grand Prix eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 107,47 mph (ganz knapp 173 km/h), womit die Jagd auf Rekorde wohl eröffnet war: sie erklomm damit die Spitze der drei absolut schnellsten Ladies auf dieser Traditionsstrecke.

1999 wagte sie in den Honda-Rennklassen den Aufstieg in den Hornet Cup und gab auf einer CBR 900 schließlich ihr Debut bei der Isle of Man TT (Klasse Production 1000). Dieses Vorhaben war nicht gerade vom Glück begünstigt, wurde sie bei Bray Hill doch von einem Konkurrenten geschnitten und zu Sturz gebracht. Das war nach eigenen Aussagen einer ihrer schlimmsten Stürze und resultierte in mehreren Knochenbrüchen und anderen Verletzungen.

Im Jahr 2000 griff sie mit der Fireblade an einer ganz anderen Front an, nämlich in der Britischen Superstock Meisterschaft, und verwirklichte damit einen weiteren ihrer Träume. Doch auch diesmal blieb Fortuna etwas schuldig, und die Saison war nach einem Sturz in Silverstone (der zweite in ihrer Liste von worst crashes) für Maria Costello beendet.

Nach den zahlreichen Brüchen um etwas Metall bereichert, widmete sie sich 2001 teilweise der Superstock EM (Oschersleben mit einer Yamaha R1 und Imola mit einer CBR 900) und als Ersatzfahrerin des Thunderbike Endurance Teams (Suzuki GSX-R 1000) einem Rennen der Langstrecken Weltmeisterschaft. Es sollte spätestens jetzt auffallen, dass die Dame keinerlei Berührungsängste mit neuem Material und neuen Herausforderungen hat.

2002 schließlich der wahre Paukenschlag: Maria Costello ist höchstoffiziell absolut schnellste Lady beim Manx GP. Die Runde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110,25 mph (177,39 km/h) machte sie zugleich zur zweitschnellsten Frau, die jemals auf der IoM unterwegs war. Für das Rekordergebnis erhielt sie die Lesley Ann Trophy. In die traditionelle IoM TT kehrte sie nach dem Horrorsturz von 1999 ebenfalls zurück: Sie startete in den Klassen Production 1000 und Production 600 jeweils mit einer Honda CBR. Daneben bestritt sie einige Rennen der EMRA und wurde am Ende der Saison mit der Ann Tubby Trophy - Outstanding Achievement Award ausgezeichnet.

2003 war ein weiteres Jahr voller Höhepunkte. Beim Manx GP ging sie mit einer Honda CBR 600 RR an den Start und verbesserte die Bestzeit vom vorangegangenen Jahr. Mit 113,52 mph (182,65 km/h) fixierte sie einen neuen Rekord für Ladies und verfehlte die absolute Bestzeit von Frauen auf der TT nur um elf Sekunden. ...die Lockrufe des Guinness Buchs wurden wohl von Mal zu Mal stärker. In der Gesamtwertung des Senior Race wurde sie übrigens 15te, was ihr eine sog. silver replica einbrachte. Die Erinnerungen an die TT dieses Jahrs indes fallen nicht besonders glücklich aus. David Jefferies, Maria Costellos TT Mentor und ein guter Freund, starb, und das 600er Production Rennen musste aufgrund des Nebels zunächst verschoben und dann verkürzt werden. Beim Fred Beecroft Memorial Race ging sie im Supersport 600 Rennen an den Start (Suzuki GSX-R 600) und konnte sich dort mit dem britischen Supersport Meister Karl Harris matchen. Das war in diesem Jahr allerdings ihr einziger Start auf einer herkömmlichen Rennstrecke.

2004 war der Run auf den absoluten Lady-Streckenrekord auf der IoM schließlich von Erfolg gekrönt und Maria Costello trug sich mit dieser Leistung ins Guinness Buch der Rekorde ein. Der Erfolg konnte weder vom folgenden technischen Defekt, der eine Beendung des Rennens unmöglich machte, dauerhaft getrübt werden, noch von der Erkenntnis, dass sie mit einem gebrochenen Schlüsselbein unterwegs war, das sie bereits für geheilt gehalten hatte. Im Production 600 Rennen war sie mit einer Honda CBR 600 RR unterwegs und wurde 39ste. Am Manx GP hat sie auch wieder teilgenommen und wurde im Senior Race nur von sieben Männern geschlagen (mehr als 80 waren am Start). Dabei war ihr übrigens bewusst, dass das Schlüsselbein gebrochen ist. ;-)

2005 setzte Maria Costello eine neue Bestmarke, wieder auf der IoM. Beim Manx GP wurde sie auf einer Honda RVF 400 Gesamtdritte der Ultra Leightweight Klasse und kann somit von sich behaupten, die erste Lady mit einem Podiumsrang bei der Tourist Trophy oder dem Manx GP zu sein. Außerdem debütierte sie in diesem Jahr bei der irischen NortWest 200 (im Mai 2006 übrigens Foto des Monats auf Ladyrace.Net). Auch hier fuhr sie die 400er Honda (Gesamtsiebte des 125cc/400cc Rennens) bzw. in zwei 600er Rennen ihre Honda CBR 600 RR.

2006 tat sich Maria Costello u.a. mit der schnellen Französin Fabienne Migout zusammen, um in Le Mans mit einer GSX-R 1000 zum 24h-Rennen anzutreten. Leider brach sie sich im Training erneut das Schlüsselbein. Außerdem doubelte sie Reese Witherspoon in den "Motorrad"-Szenen des Films Penelope. Die 600er Honda war in diesem Jahr für die Rennstrecken abgestellt, die 400er für die Straßenrennen. Die NorthWest 200 musste verletzungsbedingt leider ausfallen, dafür ging es im Juli auf die Southern 100. Für den Manx GP setzte Maria Costello in diesem Jahr das Ziel, eine Klasse zu gewinnen. Leider verletzte sie sich schwer, was eine langwierige Reha-Zeit nach sich zog.

Nachdem Maria Costello sich 2005 in Tim Bradleys Honda RVF 400 verliebt hatte - "Racing 400’s is great I wish I’d done it years ago" -, erfüllte sich 2007 der Wunsch, selber eine zu besitzen. Daneben steht ihr nach wie vor ihre CBR 600 RR zur Verfügung, mit der sie z.B. ihre Bestzeit (5'12.691) auf dem NorthWest Triangle verbessern will.

  

Bilder Minimize

Die Anfänge: 1995 mit der RGV 250 in Mallory Park
Maria Costello Motorsport

1999, ebenfalls Mallory Park, im Hornet Cup
Brian Turner

2003 bei der Rekordfahrt, Manx GP
Manx Independent Newspapers

Isle of Man Tourist Trophy: die Rekordfahrt (absoluter Ladies-Rundenrekord) 2004
Bill Dale

2005 in der Leightweight Klasse beim Manx GP
John Watterson

Bei ihrer journalistischen Tätigkeit: Besuch beim MotoGP 2005
Gavan Caldwell

2006 bei der Southern 100
Stephen Davison

Die Anfänge: 1995 mit der RGV 250 in Mallory Park
Maria Costello Motorsport

1999, ebenfalls Mallory Park, im Hornet Cup
Brian Turner

2003 bei der Rekordfahrt, Manx GP
Manx Independent Newspapers

Isle of Man Tourist Trophy: die Rekordfahrt (absoluter Ladies-Rundenrekord) 2004
Bill Dale

2005 in der Leightweight Klasse beim Manx GP
John Watterson

Bei ihrer journalistischen Tätigkeit: Besuch beim MotoGP 2005
Gavan Caldwell

2006 bei der Southern 100
Stephen Davison

  

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